Die KonMari-Methode™

„Als Mittelschülerin begann ich, mich ernsthaft mit dem Aufräumen zu beschäftigen. […] Ich räumte mein eigenes Zimmer auf, das meines älteren Bruders, das meiner jüngeren Schwester, das Wohnzimmer, die Küche, das Badezimmer … Täglich kam ein anderes Zimmer dran.“

(Marie Kondo, Magic Cleaning, 2019)

Marie Kondo bemerkte damals schnell, dass das Aufräumen nach Orten nicht tiefgreifend genug wirkt. Bestimmte Gegenstände wie Kleidung können sich in mehreren Räumen befinden und werden nur allzu schnell übersehen. Deswegen geht es bei der KonMari-Methode™ nach Kategorien – und nach dem persönlichen Glücksgefühl. Diese Kategorien werden in folgender Reihenfolge bearbeitet:

  • Kleidung: Das ist die Kategorie, bei der die Entscheidung, was wir behalten wollen, am leichtesten fällt. Das Verstauen der Kleidung macht besonders Spaß, da nach Marie Kondo viele Kleidungsstücke so gefaltet werden, dass sie aufrecht stehen.
  • Bücher: Wenn Du viele Bücher besitzt, teilen wir diese in Unterkategorien auf, wie z.B. Romane, Fachliteratur, Kochbücher etc.
  • Papier: Hierzu zählen Formulare, Rechnungen, Zeitschriften usw. Da in dieser Kategorie häufig Aufbewahrungsfristen zählen, geht es nicht immer nach dem reinen Glücksgefühl.
  • Komono: Alles, was nicht zu den anderen vier Kategorien gehört, ist Komono (japanisch für Kleinkram), also z.B. Dinge wie Büroartikel, Küchenutensilien, Kosmetik oder Dekoartikel. Auch diese Gegenstände werden in kleinere Unterkategorien geteilt und Schritt für Schritt bearbeitet.
  • Erinnerungsstücke: Die emotionalste Kategorie kommt im letzten Schritt. Da Du dich jedoch in den vorherigen Kategorien schon in der Glücksgefühlsarbeit üben konntest, fällt die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und Erinnerungsstücken oft leichter als Du denkst.

Bevor es jedoch ans (Aus)Sortieren und übersichtliche Verstauen geht, ist es wichtig, Deinen idealen Lebensstil zu definieren. Die Grundfragen dazu sind unter anderem: Wie will ich eigentlich wirklich leben? Wie und in welcher Umgebung möchte ich z.B. meinen Feierabend und meine Wochenenden verbringen?

Nach der Beantwortung dieser und weiterer Fragen werden nacheinander alle fünf Kategorien bearbeitet. Alle Gegenstände einer Kategorie werden dazu auf einen Haufen gelegt. Dadurch wirst Du Dir bewusst, was Du alles besitzt und vor allem auch, wie viel es eigentlich ist – nicht selten ein kleiner Schockmoment, der aber tiefgreifend nachwirkt.

Nun wird jeder einzelne Gegenstand in die Hand genommen und nach innen geschaut: „Macht mich dieser Gegenstand glücklich? Macht er mir Freude?“ Die Dinge, die Dich nicht glücklich machen, werden dann zunächst wertschätzend zur Seite gelegt, indem Du Dich bei jedem Gegenstand bedankst. Das mag seltsam klingen, aber so fällt es tatsächlich leichter, von Dingen Abschied zu nehmen und sie gehen zu lassen. Die Gegenstände, die bei Dir bleiben, werden anschließend übersichtlich und einfach zugänglich in Schränken, Regalen und Schubladen verstaut.

☙ Mit dieser Methode organisierst Du Dein Zuhause auf eine achtsame und nachhaltige Art und Weise. Du wirst in Zukunft neue Gegenstände daraufhin überprüfen, ob Du sie wirklich brauchst und kaufen willst.